Mobile Business für die Sakkotasche

Sichere und performante Apps - Von ERP und CRM bis zum Shop:

Mobile Prozesse im Unternehmen erfolgreich aufbauen 

Mobile Vertriebsunterstützung, ERP-Zugriff aus dem Hotel oder CRM via Tablet beim Kunden vor Ort. Das sollte heutzutage alles möglich sein – sollte. Aber: Dass mobile Apps auch performant, sicher und mit perfekter Anbindung an die Bestands-IT laufen, funktioniert noch längst nicht in jeder Organisation. Welche Grundvoraussetzungen müssen dafür gegeben sein? Welche Aufgaben kommen deshalb auf IT-Verantwortliche zu?

Mehr als jeder zweite Berufstätige, berichten die Analysten der IDC, arbeitet heute zumindest ab und an mobil. „Kein Unternehmen kann es sich noch leisten, Mobilität zu ignorieren, denn dies wird mittelfristig zu Wettbewerbsnachteilen in ihrem Kerngeschäft führen“, sagt IDC-Analyst Marc Alexander Schulte. So kommt es auch zu furiosen Wachstumsraten des Mobile-Business. Es ist weder auf Unternehmensgrößen noch auf Branchen beschränkt, vom Kleinstunternehmen bis zum Großkonzern profitieren Betriebe ausnahmslos davon.

Beispielsweise im Vertrieb: Die Berater von Techconsult haben mobile Applikationen für diesen Geschäftsbereich untersucht. Dabei zeigte sich, dass Mobile-IT mit einer entsprechenden Strategie im Vertrieb zu einer Effizienzsteigerung in der Höhe von 16 Prozent führen kann. Und 67 Prozent der Human Resources-Mitarbeiter sehen Mobility sogar als elementaren Faktor dafür an, Aufgaben und Projekte schneller abzuschließen, sofern mobiles Arbeiten durch ihr Unternehmen ermöglicht wird – ein wichtiges Detail.

Echtes mobiles Arbeiten braucht mehr als E-Mail und Kalender

Denn diese Einzelheit ist letztlich die entscheidende. Mobiles „Arbeiten“ bedeutet heutzutage eben nicht mehr nur Zugriff auf Mails und Kalender zu haben, sondern unterwegs exakt dieselben Möglichkeiten nutzen zu können wie auch am Arbeitsplatz. Das heißt etwa mobiler Einsatz des SAP, auf vertrauliche Dokumente und Pläne zuzugreifen oder Finanzdaten in Echtzeit aus dem Business Intelligence-System abzurufen. Indes: Jedes Mal wenn ein neues Mobilgerät zum Einsatz kommt, verlässt auch ein Stückchen Sicherheit die Unternehmensgrenzen. Kennzahlen, Kundendaten, Einkaufspreise – je effektiver die Mitarbeiter unterwegs sein sollen, desto mehr Know-how und sensible Daten müssen dann natürlich auch auf Smartphone, Laptop und Tablet vorhanden sein. Die Crux: Längst nicht alle Unternehmen gehen mit dieser neuen Art des Arbeitens professionell genug um, sowohl aus der reinen Sicherheitsperspektive als auch aus organisatorischer Sicht.

So nahmen Entscheider aus Fachabteilungen in einer IDC-Umfrage Stellung zu IT-Sicherheit. Ein Viertel von ihnen hatte in den letzten 12 Monaten ein Sicherheitsproblem mit ihrem mobilen Endgerät. Die Gefährdung, so die Consultants, kann demnach viele Ursachen haben. Hierzu zählen beispielweise technische Mängel der Hard- und Software, nicht geschlossene Lücken in Betriebssystemen und Applikationen, bewusstes oder unbewusstes Fehlverhalten der Anwender, ungenügendes Management der Geräte und Anwendungen durch die IT-Organisation. Außerdem mangelhafte Rahmenbedingungen (Sicherheits-Policies) sowie eine unsichere Anbindung der Mobilrechner an die Unternehmens-IT.

Zahlreiche Risiken und Herausforderungen

Die Gründe dieser Lücken sind vielfältig. Zwar steigt die Anzahl mobiler Apps fortlaufend, doch oft genug kann die IT nicht Schritt halten. Manche der Performance- und Security-Herausforderungen sind neu und durch die mobile Nutzung begründet. Andere sind klassisch, lassen sich jedoch wegen geänderter Rahmenbedingungen nicht mehr durch bewährte Maßnahmen der Qualitätssicherung abdecken. Unternehmen müssen deshalb neue Wege gehen, um mobile Geräte und Prozesse mit der Bestands-IT und anderen Abläufen gekonnt miteinander zu verzahnen. Dazu gehört beispielsweise ein zeitgemäßes Software-Prüflabor, das Lücken und Risiken der mobilen Neuzeit entdeckt und hilft, diese einwandfrei zu beseitigen. Denn Apps müssen heutzutage getestet werden, bevor sie in den Unternehmenseinsatz kommen –und das sorgfältig. Das reicht vom detaillierten Test der Software-Qualität hinsichtlich potenzieller Angriffsflächen und Schwachstellen und geht bis zu Performancetests hinsichtlich Skalierbarkeit. Denn auch beim Zugriff von vielen hunderten Mitarbeitern dürfen Apps heute nicht in die Knie gehen.

Einen weiteren Prüfstein auf dem Weg zum reibungslos funktionierenden Mobile Business bildet die Vielfalt der Applikationen. Entwickler – und heutzutage oftmals sogar die Fachbereiche selbst – können nicht immer nur auf „Stangenware“ setzen. Sie wollen eigene Apps entwickeln, in Backoffice-Systeme integrieren und den Anwendern bereitstellen. Deswegen benötigen Unternehmen umfassende Services zur einfachen und schnellen App-Entwicklung und zügigen mobilen Verfügbarkeit.

Fazit: Unternehmen wollen und müssen ihren Mitarbeitern mehr und mehr Mobile Business gewähren. Laut IDC wollen deshalb auch IT-Verantwortliche die Anzahl an mobilen Apps massiv ausweiten – durchschnittlich um 76 Prozent innerhalb eines Jahres. Dafür benötigen sie aber unbedingt einen „reiferen Mobile First-Ansatz“, so die Analysten, mit dem Ziel, Mitarbeitern eine einheitliche User Experience über alle Devices zu ermöglichen. Dies erfordert ein durchgängiges Mobile Application Lifecycle Management - von der Entwicklung, über das Testing, die Bereitstellung bis zur Aktualisierung der Apps. Erst dann kann man von echtem Mobile Business sprechen, alles andere ist nur Makulatur.